Ätherische Öle
Wenn Sie ein Melissenblatt zwischen den Händen verreiben, so wird ein angenehmer Duft frei. Er wird durch das ätherische Öl der Melisse hervorgerufen. Bei Kümmel verhält es sich ähnlich: Wenn wir die Früchte zerstoßen, wird der charakteristische Geruch der Pflanze frei. Nicht ohne Grund hat man dem Namen dieser Substanzen das griechische Wort für „Äther“ zugrunde gelegt, das „Himmelsduft“ bedeutet. Ätherische Öle sind Pflanzenstoffe mit ölhaltiger Konsistenz, die sich leicht verflüchtigen, in Wasser aber schwer löslich sind. Sie werden durch Wasserdampfdestillation aus der Pflanze gewonnen. Ätherische Öle riechen angenehm aromatisch und verströmen meist einen eindeutig zu identifizierenden Geruch. Jede Pflanzenart besitzt ihren ganz charakteristischen Gehalt an ätherischen Ölen, der sich auch auf die Heilkraft der Pflanze auswirkt. Einen besonders hohen Gehalt an ätherischen Ölen haben Rosmarin, Lavendel, Thymian, Kümmel und Kamille.
Die Haupteinsatzgebiete ätherischer Öle sind Magen und Darm, die Atemwege, Niere, Blase sowie die Haut. Sie wirken schleimlösend, desinfizierend, krampflösend und auswurffördernd. Sie fördern den Appetit und wirken keimhemmend. Manche ätherische Öle wirken auch harntreibend. Äußerlich angewendet wirken sie Entzündungen entgegen und fördern die Durchblutung.


































